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Eröffnung Naturlehrpfad Wildbienen- und Vogelschutz mit dem Schwarzwaldverein Schwörstadt

Der Naturlehrpfad wurde am Ostermontag, den 19.04.22 eingeweiht. Die Osterwanderung des Schwarzwaldvereins fand unter der Leitung von Clemens Rüttnauer mit Osternestsuche für die Kinder statt. Ihren Abschuss fand diese auf dem Naturlehrpfad- Gelände in Dossenbach. Rolf Schmidt und Uli Hälker verwöhnten die Mitglieder des Vereins und weitere Besucher mit gegrillten Speisen und Getränken, während auf der Streuobstwiese ein Eierlauf für die mehr als 50 Besucher stattfand. Es war ein ausgelassener Spaß für kleine und große Kinder. Es ging aber auch um das Sammeln von Punkten, welche zu einem Beitrag der Stiftung Wald schafft Zukunft zur Ukraine-Hilfe vor Ort durch Hilfsgütertransporte führte. So spendeten die Besucher und die Stiftung gemeinschaftlich 876,- Euro für die Spende an die "Röm.-Kath. Kirchengemeinde Wehr" - Stichwort Ukraine-Hilfe. Zu guter Letzt entschloß sich der Vorstand des Schwarzwaldverein den Spendenbetrag auf 1.000 Euro aufzustocken und daraus eine runde Sache zu machen. Allen Spendern - herzlichen Dank.

2022 Naturparkinsel in Schwörstadt Projektleiter Helmut Hälker

Zusammenarbeit mit dem Schwarzwaldverein Schwörstadt

Bereits im letzten Jahr starteten wir mit einem ersten Habitat für Insekten. Inzwischen mehren sich die Flurstücke, die in der Gemeine Schwörstadt verteilt liegen, Inseln für vielfältige Pflanzen- und Tierwelt. Wir nennen sie Naturparkinseln, in Anlehnung an die großen Naturparks in Baden-Württemberg und der gesamten Bundesrepublik.

Die Bienenweiden werden auch in diesem Jahr wieder angelegt und ausgeweitet. Auf 7 Felder und 3 Flurstücke verteilt wurde Ende März das aus den Versuchen des letzten Jahres vielfältigste Saatgut ausgebracht. Hummelkästen und weitere Bienenhotels sowie ein Sand- und ein Distelbeet kamen ebenfalls hinzu. Das ist der Boden für die kommende Wildbienensaison.

Die Zusammenarbeit mit Rolf Schmidt und dem Schwarzwaldverein brachte ein weiteres Thema in den Vordergrund. Mehr als 30 Brutstätten für Wendehals, Steinkauz, Stare, und weitere Halbhöhlen- und Höhlenbrüter sowie 4 Greifvogelhorste fertigte Rolf Schmidt gekonnt unter Verwendung von Altholz und dem was andere weggeworfen hatten an. Sie wurden auf 7 verschiedene Flurstücke mit Baumbestand aufgehängt. In den Streuobstwiesen und dem umzäunten Teil für die Bienenweiden hoffen wir zudem auf Bodenbrüter wie Bachstelze, Goldammer, Feldlerche und Nachtigall. So wurden aus den Naturparkinseln Habitate für seltene Insekten und Vögel.

Aus zwei zusammenhängenden Flurstücken der Gemarkung Dossenbach gestaltet sich zudem ein kleiner Naturlehrpfad für Erwachsene und Kinder. Poster und Schilder mit Bilddarstellungen für die Kleinen zeigen den Besuchern Hintergründe der Anlage auf und sind als Einladung für Wanderer, Kindergärten und Schulkassen zu verstehen hier einmal inne zu halten und sich Input für die eigene Gartengestaltung zu holen.

2021 Ein Versuchsfeld für den Schutz von Wildbienen Projektleiter Helmut Hälker

Fünf verschiedene Blühmischungen zeigen Wirkung

Die heimischen Wildbienenarten und viele weitere Insekten haben aufgrund der intensiven Nutzung der Flächen ihren Lebensraum weitgehend verloren. Allein von den ca. 600 Wildbienenarten in Deutschland sind 50% vom Aussterben bedroht. Es sind dringende Schutzmaßnahmen für unsere Umwelt, deren Flora und Fauna erforderlich. Um einen ersten Einblick in die Welt der Wildbienen zu erlangen, nahmen wir nicht nur Erkundungen mit und bei Netzwerkpartnern auf, sondern starteten mit der Anlage von fünf Versuchsfeldern in der Umgebung von Schwörstadt/Dossenbach am Hochrhein.

Ein Garten für viele Insekten

Die Installationen ziehen nicht nur Wildbienen an

Die ersten Kontakte zu bestehenden Interessensgruppen und Partnern bescheren uns Ideen, welche wir sofort umsetzen. So konnten von März bis Anfang September 2021 bereits einige Installationen zum Schutz heimischer Insekten umgesetzt werden.  

Erste Besucher

Wie wollen wir vorgehen?

Sobald die ersten Blüten erschienen stellten sich auch ihre Besucher ein. Es ist noch nicht alles verloren, doch es braucht viele Rückzugsgebiete für unsere bedrohten Arten. Wenn es uns gelingt viele geeignete Habitate mit geeigneten Wirtspflanzen und Nisthilfen in geringen Abständen anzulegen wird dies die Insektenvielfalt wieder erhöhen. Kleingärtner, Privatiers, Landwirte, Gemeinden, Naturschutzverbände und -vereine können hier mithelfen. Unser noch kleines Projekt soll der Anfang sein für weitere Initiativen, hier am Hochrhein in Baden-Württemberg und im Gebiet des Stiftungswaldes in Brandenburg. Erste Ideen hierzu gibt es bereits.